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Reichtum ohne Gier

Ausgestellt am 14/07/2017 vom in Reichtum

Sahra Wagenknecht: Reichtum ohne Gier

Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten

  • Der Kapitalismus ist die Ursache für heutige Bürgerkriege, Massenverelendung, zunehmende Verarmung, Völkerwanderungen, anwachsendes Chaos und Anarchie.
  • Der Kapitalismus ist in einer epochalen Krise, weil die Produktivkräfte in den letzten Jahrzehnten zu Überproduktionen, sogar zu globalen Absatzproblemen und drastischer Reduzierung der erforderlichen Arbeitskräften führte, weil der heutige Finanz-Kapitalismus zu immer extremer Anhäufung von materiellem Reichtum bei den Superreichen und zugleich massenhafter Verarmung und damit verbundenen sozialen Spannungen und Konflikten führt.
  • Die Frage nach Auswegen wird immer lauten und häufiger.

Über das Buch von Sarah Wagenkecht

»Es ist Zeit, sich vom Kapitalismus abzuwenden«, sagt Sahra Wagenknecht. Denn der Kapitalismus ist längst nicht mehr so innovativ, wie er sich gibt. Bei der Lösung der großen Zukunftsfragen – von einer klimaverträglichen Energiewende bis zu nachhaltiger Kreislaufproduktion – kommen wir seit Jahrzehnten kaum voran. Für die Mehrheit wird das Leben nicht besser, sondern härter.

Es ist Zeit für eine kreative, innovative Wirtschaft mit kleinteiligen Strukturen, mehr Wettbewerb und funktionierenden Märkten, statt eines Wirtschaftsfeudalismus, in dem Leistung immer weniger zählt, Herkunft und Erbe dagegen immer wichtiger werden.

Sahra Wagenknecht fordert

– eine andere Verfassung des Wirtschaftseigentums,

– die Demokratisierung des Zugangs zu Kapital und

– die Entflechtung riesiger Konzerne, deren Macht fairen Wettbewerb und Demokratie zerstört.

– Talent und echte Leistung zu belohnen und Gründer mit guten Ideen ungeachtet ihrer Herkunft zu fördern.

Mit ihrem Buch eröffnet Wagenknecht eine politische Diskussion über neue Eigentumsformen und die vergessenen Ideale der Aufklärung. Sie legt eine scharfsinnige Analyse der bestehenden Wirtschaftsordnung vor und zeigt Schritte in ein demokratisch gestaltetes Gemeinwesen, das niemandem mehr erlaubt, sich zulasten anderer zu bereichern.

Was ist wahrer Reichtum? – Reichtum muss kein Geld sein‎!

Rezension

Unser Wirtschaftssystem muss umgestaltet werden – im Dienst von Innovation, Wettbewerb, Wachstum, Effizienz, Chancen- und Leistungsgerechtigkeit. Was klingt wie eine neoliberale Kampfschrift, ist vielmehr eine Kritik von links. Der Kapitalismus habe sich weit von seinen eigenen Idealen entfernt, argumentiert Sahra Wagenknecht. In ihrem neuen Buch tritt sie nicht als kämpferische Kommunistin auf, sondern im Gewand der promovierten Ökonomin. Mit Argumenten aus der Volkswirtschaftslehre rüttelt sie Kapitel für Kapitel an der rechtfertigenden Grundlage des Kapitalismus. Gewohnt scharfäugig und -züngig seziert sie eine ihrer Meinung nach aus den Fugen geratene Welt – und stößt auf viele Punkte, in denen der reale Kapitalismus von seiner Lehrbuchversion zum Schaden aller abweicht. Wagenknechts Analyse mag gar nicht so radikal sein, doch ihre Schlüsse sind es. Das macht die Lektüre zur reizvollen intellektuellen Herausforderung, sowohl für die Anhänger der linken Vordenkerin als auch für ihre Gegner. getAbstract empfiehlt das Buch allen, die wissen wollen, wie Kommunismus 2.0 aussehen könnte – auch wenn ihn Wagenknecht nicht so nennt.

Das lernen Sie

  • warum unser Kapitalismus laut Sahra Wagenknecht dem Feudalismus gleicht,
  • wie Wagenknecht die Marktwirtschaft effizienter und sozial gerechter gestalten möchte und
  • welche größere Rolle sie dabei den Nationalstaaten beimisst.

Pressestimmen

01.11.2016, Frankfurter Rundschau»[Sahra Wagenknecht] liefert – ökonomisch höchst kenntnisreich und dabei gut verständlich geschrieben – ein Plädoyer für die Rückkehr zur sozialen Marktwirtschaft ab. Und zwar als Alternative zu einem Kapitalismus, in dem sich der Reichtum der Reichsten aus dem bereits angehäuften Kapital immer weiter nährt.« Stephan Hebel

28.05.2016, FAZ:In ihrem Buch „Reichtum ohne Gier“ schreibt sie derweil recht klug über eine gerechte Wirtschaftsordnung. Und sie hat noch eine Rechnung offen.

14.10.2016, Handelsblatt»In ›Reichtum ohne Gier‹ seziert die Fraktionsvorsitzende der Linken präzise die zentralen Fehlbildungen unserer Wirtschaftsordnung: die Einmischung des Staates an falscher Stelle.« Corinna Nohn

27.05.2016, Frankfurter Allgemeine ZeitungÜber diesen Kommunismus könnte man reden»ideenreich, fundiert, anregend (…) Wagenknecht gelingt es, auch dem skeptischen, liberalen Leser zu zeigen, wo die Grenzen der Marktfreiheit und wo die Chancen einer entschlosseneren staatlichen Ordnung liegen könnten.« Markus Günther

Kritische Buchbesprechung, 19.06.16:

 Nein, Frau Wagenknecht, Gier und leistungsloses Einkommen sind nicht die Ursache des kapitalistischen Elends

Sahra Wagenknecht: „Reichtum ohne Gier“ (17.03.2016 Das blaue Sofa – Das Literarische Quartett)

Sahra Wagenknecht: „Reichtum ohne Gier. Wie wir uns vor dem Kapitalismus retten“. Campus Verlag. Frankfurt 2016. 292 Seiten. 19,95 €

 
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