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Self-Made-Man bzw. Self-Made-Millionär

Der Begriff Self-made man (übersetzt „selbst gemachter Mann“) ist in den USA entstanden; er beschreibt (auch als Idealvorstellung) jemanden, der sich aus einfachen oder ärmlichen Verhältnissen durch eigene Kraft und viel Arbeit zu Erfolg, Wohlstand und Ansehen „hocharbeitet“.

Der Begriff Self-made man wurde von Frederick Douglass (1818–1895) geprägt, der im Jahr 1859 eine Rede mit diesem Titel hielt. Darin gab er eine Definition des Self-made man und erklärte, mit welchen Mitteln ein derartiger Aufstieg zu verwirklichen sei. In seiner Autobiografie A Narrative of the Life of Frederick Douglass, an American Slave schildert er sein Leben als einen Prototyp der rags to riches story. Als Sklave geboren, schaffte Douglass es durch harte Arbeit und einen unbeugsamen Willen, sich selbst zu befreien und zum berühmtesten Afro-Amerikaner seiner Zeit zu werden. Douglass hielt seine Self-made-man-Rede mehr als 50 Mal in den USA, Kanada und Großbritannien.

Die Vorstellung vom „Self-made man“ ist ein Kernstück des „American Dream“ – eines Traumes seit den Zeiten der ersten Einwanderer. Als Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der USA, seine Autobiographie verfasste, gab er mit ihr eine Gebrauchsanleitung dafür, wie ein unbekannter Sohn eines Kerzendrehers zu einem wirtschaftlich äußerst erfolgreichen, hochangesehenen Mitglied der amerikanischen Gesellschaft werden konnte, indem er sich selbst eine neue Identität jenseits seiner angestammten sozialen Klasse schuf. Franklin konnte diesen Gedanken eloquent Ausdruck verleihen. Sein sozialer Aufstieg wurde von der Lebens- und Erfolgsgeschichte seines Zeitgenossen Johann Jakob Astor noch übertroffen, der den Aufstieg vom mittellosen Einwanderer zum ersten Multimillionär der USA schaffte.

Die Lebens-Wahrheit ist jedoch:

Florian Rötzer: Tellerwäscher bleibt Tellerwäscher
Nach der Analyse eines amerikanischen Wirtschaftswissenschaftlers sind die Aufstiegschancen in den USA weitaus geringer als in den meisten europäischen Ländern (veröffentlicht: 29.04.2006; www.heise.de/tp/artikel/22/22552/1.html)

 
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