{"id":3597,"date":"2022-09-28T10:43:11","date_gmt":"2022-09-28T08:43:11","guid":{"rendered":"http:\/\/reich-sein.eu\/club\/?page_id=3597"},"modified":"2022-11-25T21:47:39","modified_gmt":"2022-11-25T19:47:39","slug":"selbst-schutz","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/reich-sein.eu\/club\/opfern\/selbst-schutz\/","title":{"rendered":"Selbst-Schutz"},"content":{"rendered":"<p class=\"aphorism maxheight\"><strong><em>Wer gut verdr\u00e4ngt, glaubt sich zu bewegen.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>(Stefan Sch\u00fctz\u00a0(*1964), deutscher Notat-Verfasser)<\/p>\n<h2><span style=\"color: #0000ff;\"><strong><span id=\"Liste_bekannter_Abwehrmechanismen\" class=\"mw-headline\">Abwehrmechanismen<\/span><\/strong><\/span><\/h2>\n<p>Selbstschutz oder Abwehr sind meist unbewu\u00dfte psychische\u00a0Vorg\u00e4nge, die dazu dienen, <strong>innerseelische<\/strong> oder <strong>zwischen-menschliche\u00a0Konflikte\u00a0<\/strong>auf eine solche Art und Weise zu regulieren, die der seelischen Verfassung Entlastung verschafft.<\/p>\n<ul>\n<li>Welche Abwehrmechanismen bei einem Menschen <strong>vorherrschen<\/strong>, h\u00e4ngt vom <strong>Reifegrad der\u00a0Pers\u00f6nlichkeit<\/strong>\u00a0ab.<\/li>\n<li>Welcher konkrete Abwehrmechanismus in einer Situation genutzt wird ist abh\u00e4ngig vom der Konflikt-Art und eventueller Erkrankung.<\/li>\n<\/ul>\n<h3><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abwehrmechanismus\"><strong>Liste von Abwehrmechanismen:\u00a0<\/strong><\/a><\/h3>\n<ul>\n<li><i><a title=\"Verdr\u00e4ngung (Psychoanalyse)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verdr%C3%A4ngung_(Psychoanalyse)\">Verdr\u00e4ngung<\/a><\/i>: Verdr\u00e4ngung ist ein Abwehrmechanismus, der vor allem die Aufgabe hat, das Ich vor einem bedrohlichen Einfluss zu sch\u00fctzen. Wie die\u00a0<a title=\"Dissoziation (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Dissoziation_(Psychologie)\">Dissoziation<\/a>\u00a0l\u00f6scht auch die Verdr\u00e4ngung keine Erinnerungen aus, sie erschwert nur die bewusste Erinnerung an ein Erlebnis. Unerw\u00fcnschte Es-Impulse, die ein Gef\u00fchl von Schuld, Scham oder das Herabsetzen des\u00a0<a title=\"Selbstwert\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Selbstwert\">Selbstwertgef\u00fchls<\/a>\u00a0hervorrufen, werden durch Ich und \u00dcber-Ich in das Unbewusste verdr\u00e4ngt. Von dort aus k\u00f6nnen sie allerdings in Tr\u00e4umen, Fehlleistungen und Ersatzhandlungen wieder zutage treten. Freuds Begriff der Verdr\u00e4ngung muss von einer willentlich-bewussten Unterdr\u00fcckung unterschieden werden. Das Ideal gelingender Verdr\u00e4ngung als eines unbewussten Automatismus im Sinne Freuds macht den bewussten Zugang zum verdr\u00e4ngten Inhalt (ohne psychoanalytische Unterst\u00fctzung) geradezu unm\u00f6glich.<\/li>\n<li><i><a title=\"Reaktionsbildung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Reaktionsbildung\">Reaktionsbildung<\/a><\/i>: Gef\u00fchle oder Motive werden durch entgegengesetzte Gef\u00fchle\/Motive niedergehalten (z.\u00a0B. Mitleid statt aggressiver Impulse oder Hassgef\u00fchle, wenn Liebesgef\u00fchle gef\u00e4hrlich erscheinen). Dies muss abgegrenzt werden von einer bewusst ablaufenden Unterdr\u00fcckung (z.\u00a0B. bei der \u00e4rztlichen Untersuchung k\u00f6rperlich attraktiver Patienten oder Patientinnen).<\/li>\n<li><i><a title=\"Regression (Psychoanalyse)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Regression_(Psychoanalyse)\">Regression<\/a><\/i>: Es erfolgt ein \u00fcberwiegend unbewusster R\u00fcckzug auf eine fr\u00fchere Entwicklungsstufe der Ich-Funktion, in der ein niedrigeres organisiertes Verhalten noch funktioniert hat (<a title=\"Trotz\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Trotz\">Trotz<\/a>\u00adverhalten, Fresslust, Suche nach Versorgung). Probleme mit regressivem Verhalten werden ebenfalls durch andere Mechanismen abgewehrt.<\/li>\n<li><i>Progression<\/i>: ist das Gegenst\u00fcck zur Regression. In einer gef\u00e4hrlichen Situation verh\u00e4lt sich jemand in einer erwachsenen Weise. Es findet eine Flucht in sp\u00e4tere Entwicklungsstadien statt. Zum Beispiel wenn die Mutter einer Zehnj\u00e4hrigen nicht mehr da ist, k\u00fcmmert diese sich um j\u00fcngere Geschwister und wird zum Mutterersatz. Wenn die Belastung vor\u00fcber ist, kann es zu einer Regression \u00fcber das Ausgangsniveau hinweg kommen.<sup id=\"cite_ref-3\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abwehrmechanismus#cite_note-3\">[3]<\/a><\/sup><\/li>\n<li><i><a title=\"Verleugnung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verleugnung\">Verleugnung<\/a><\/i>: Im Unterschied zur\u00a0<i>Verdr\u00e4ngung<\/i>\u00a0wird nicht ein konfliktreicher innerer Wunsch abgewehrt, sondern ein \u00e4u\u00dferer Realit\u00e4tsausschnitt verleugnet, also in seiner Bedeutung nicht anerkannt. Beispielsweise werden Ver\u00e4nderungen in der Umgebung zwar wahrgenommen, aber ihre reale Bedeutung wird emotional nicht erlebt und rational nicht anerkannt.<\/li>\n<li><i><a title=\"Vermeidungsverhalten\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Vermeidungsverhalten\">Vermeidung<\/a><\/i>: Triebregungen werden umgangen, indem Schl\u00fcsselreize vermieden werden. (vgl.\u00a0<a title=\"Repression und Sensitization\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Repression_und_Sensitization\">Repression und Sensitization<\/a>)<\/li>\n<li><i><a class=\"mw-redirect\" title=\"Verschiebung (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verschiebung_(Psychologie)\">Verschiebung<\/a><\/i>: Phantasien und Impulse werden von einer Person, der sie urspr\u00fcnglich gelten, auf eine andere verschoben, so dass die urspr\u00fcnglich gemeinte Person unber\u00fchrt bleibt (z.\u00a0B. Aggression gegen eine tadelnde Autorit\u00e4tsperson wird in Form von Beschimpfungen oder Tritten als\u00a0<a title=\"Aggressionsverschiebung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aggressionsverschiebung\">Aggressionsverschiebung<\/a>\u00a0an einem Hund ausgelassen), oder urspr\u00fcnglich vorhandene Zusammenh\u00e4nge werden ausgeblendet und neue hergestellt. Dieser Vorgang ist insbesondere am Ph\u00e4nomen der\u00a0<a title=\"Tierqu\u00e4lerei\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Tierqu%C3%A4lerei\">Tierqu\u00e4lerei<\/a>\u00a0beteiligt.<\/li>\n<li><i><a title=\"Spaltung (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Spaltung_(Psychologie)\">Spaltung<\/a><\/i>: Inkompatible Inhalte werden auf mehrere Objekte verteilt. Sowohl die Objekte als auch das\u00a0<a title=\"Selbst\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Selbst\">Selbst<\/a>\u00a0werden in \u201egut\u201c und \u201eb\u00f6se\u201c oder \u201eschlecht\u201c aufgeteilt. \u201eGute\u201c Anteile werden idealisiert, \u201eb\u00f6se\u201c oder \u201eschlechte\u201c werden ent- bzw. abgewertet, verdammt oder\u00a0<a title=\"D\u00e4mon\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/D%C3%A4mon\">d\u00e4monisiert<\/a>. (Vgl.\u00a0<a title=\"Entwertung (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entwertung_(Psychologie)\">Entwertung<\/a>)<\/li>\n<li><i><a title=\"Verneinung (Psychoanalyse)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Verneinung_(Psychoanalyse)\">Verneinung<\/a><\/i>: Negierung eines Sachverhalts. Im Gegensatz zur\u00a0<i>Reaktionsbildung<\/i>\u00a0wird ein Gef\u00fchl oder eine Einstellung nicht durch deren Gegenteil ersetzt, sondern nur deren Vorhandensein verneint (\u201eIch empfinde \u00fcberhaupt nichts f\u00fcr XXX\u201c).<\/li>\n<li><i>Ungeschehenmachen<\/i>: Einsatz faktisch unwirksamer Handlungen und Rituale (z.\u00a0B. auf Holz klopfen), denen eine symbolische Kraft zugeschrieben wird, mit dem Ziel, Strafe bei Verbots- und Gebots\u00fcbertretungen abzuwenden.<\/li>\n<li><i><a title=\"Projektion (Psychoanalyse)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Projektion_(Psychoanalyse)\">Projektion<\/a><\/i>: Eigene psychische Inhalte und Selbstanteile (vor allem\u00a0<a class=\"mw-redirect\" title=\"Affekte\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Affekte\">Affekte<\/a>, Stimmungen, Absichten und Bewertungen) werden anderen Personen zugeschrieben. Der Triebimpuls bzw. das Motiv wird auf ein Objekt projiziert wie bei einer optischen Projektion.\n<ul>\n<li><i><a class=\"mw-redirect\" title=\"Projektive Identifizierung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Projektive_Identifizierung\">Projektive Identifizierung<\/a><\/i>: Kombination von innerpsychischen und interpersonellen Vorg\u00e4ngen, bei dem das Gegen\u00fcber (unbewusst) so beeinflusst wird, dass es bestimmte Erwartungen erf\u00fcllt. Im subjektiven Sinne \u201enegative\u201c Selbstanteile (in der Regel\u00a0<a title=\"Aggression\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Aggression\">Aggressionen<\/a>) werden erst abgespalten, dann auf das Gegen\u00fcber projiziert \u2013 wenn das Gegen\u00fcber sich unbewusst mit den abgespaltenen, projizierten Anteilen identifiziert und so handelt, wie es der Erwartung entspricht (z.\u00a0B. aggressiv) werden durch diese\u00a0<a title=\"Externalisierung (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Externalisierung_(Psychologie)\">Externalisierung<\/a>\u00a0unangenehmer oder unertr\u00e4glicher Selbstanteile so innere Konflikte in der Au\u00dfenwelt inszeniert, um das innerpsychische Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, was jedoch die Beziehungen zu anderen stark belasten kann. Es handelt sich um einen f\u00fcr sogenannte\u00a0<a class=\"mw-redirect\" title=\"Borderline-St\u00f6rung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Borderline-St%C3%B6rung\">Borderline-St\u00f6rungen<\/a>\u00a0typischen Abwehrmechanismus, der die Schwierigkeiten, sich der\u00a0<a title=\"Psychodynamik\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Psychodynamik\">Psychodynamik<\/a>\u00a0der Betroffenen gegen\u00fcber abzugrenzen, besser verst\u00e4ndlich macht.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i><a title=\"Introjektion\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Introjektion\">Introjektion<\/a><\/i>\u00a0und\u00a0<i><a title=\"Identifikation (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Identifikation_(Psychologie)\">Identifikation<\/a><\/i>: Wehrt Angst vor Bedrohungen von au\u00dfen ab durch das Einverleiben \u00e4u\u00dferer Einfl\u00fcsse wie z.\u00a0B. bestimmtes Verhalten, Anschauungen, Normen oder Werte einer anderen Person in die Ich-Struktur, sodass das Individuum sie nicht mehr als Bedrohungen von au\u00dfen erleben muss.\n<ul>\n<li><i><a title=\"Identifikation mit dem Aggressor\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Identifikation_mit_dem_Aggressor\">Identifikation mit dem Aggressor<\/a><\/i>: Bei einem gewaltsamen \u00dcbergriff bzw. einer psychischen Grenz\u00fcberschreitung wird die Verantwortung f\u00fcr das Geschehen sich selbst zugeschrieben und\/oder die Einstellung oder das Verhalten eines Angreifers \u00fcbernommen. Beides dient der Abwehr unertr\u00e4glicher Angst- und Hilflosigkeitsgef\u00fchle und einer symbolischen R\u00fcckerlangung von Kontrolle.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i>Surrogierende Abwehrmechanismen<\/i>\n<ul>\n<li><i><a title=\"Intellektualisierung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Intellektualisierung\">Intellektualisierung<\/a><\/i>: Entfernung vom unmittelbaren, konflikthaften Erleben durch\u00a0<a title=\"Abstraktion\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abstraktion\">Abstraktions<\/a>\u00adbildung und theoretisches Analysieren (z.\u00a0B. abstrakte Gespr\u00e4che \u00fcber das Wesen der Liebe; Fachsimpeln unter \u00c4rzten oder Therapeuten \u00fcber schwierige Patienten oder solche, die in ihrem Leid als psychische Belastung erlebt werden), Philosophieren \u00fcber Dinge, die eine verborgene emotionale Bedeutung f\u00fcr die Person haben.<\/li>\n<li><i><a title=\"Rationalisierung (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Rationalisierung_(Psychologie)\">Rationalisierung<\/a><\/i>: Rational-logische Handlungsmotive werden als alleinige Beweggr\u00fcnde f\u00fcr Handlungen angegeben oder vorgeschoben. Gef\u00fchlshafte Anteile an Entscheidungen werden ignoriert oder unterbewertet.<\/li>\n<li><i><a title=\"Sublimierung (Psychoanalyse)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sublimierung_(Psychoanalyse)\">Sublimierung<\/a><\/i>\u00a0oder\u00a0<i>Sublimation<\/i>: Nicht erf\u00fcllte Triebw\u00fcnsche werden durch gesellschaftlich h\u00f6her bewertete Ersatzhandlungen ersetzt und damit befriedigt (Kunst, Wissenschaft, Musik, Sport, exzessive Arbeit). Typischerweise eignen sich f\u00fcr bestimmte W\u00fcnsche bestimmte Sublimationstechniken besonders gut. So werden aggressive Triebe oft durch Sport sublimiert, sexuelle W\u00fcnsche durch Besch\u00e4ftigung mit sch\u00f6nen K\u00fcnsten oder kindliche Neugierde durch wissenschaftliche Forschert\u00e4tigkeit. Sublimierungen erf\u00fcllen die Befriedigung der Triebw\u00fcnsche oft gut und werden dann nicht als psychopathologisch angesehen. Nach\u00a0<a title=\"Sigmund Freud\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sigmund_Freud\">Freud<\/a>\u00a0ist die Sublimierung ein wichtiger Motor f\u00fcr die Kulturentwicklung.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i>Abwehr unter Beteiligung k\u00f6rperlicher Symptome<\/i>\n<ul>\n<li><i><a title=\"Somatoforme St\u00f6rung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Somatoforme_St%C3%B6rung\">Somatisierung<\/a><\/i>: Nicht-Wahrnehmen eines Konflikts in seiner eigentlichen Gestalt, sondern in Form k\u00f6rperlicher Beschwerden. Diese haben jedoch keine symbolische Beziehung zum Konflikt.<\/li>\n<li><i><a title=\"Konversion (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Konversion_(Psychologie)\">Konversion<\/a><\/i>: Umlagern eines psychischen Konflikts auf somatische Symptome, die eine symbolische Beziehung zum Konflikt haben. Entspricht dem fr\u00fcheren Hysteriebegriff (hysterische Blindheit, L\u00e4hmung).<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i>Abwehrmechanismen des Affekts<\/i>\n<ul>\n<li><i>Affektualisierung<\/i>: Ein Ereignis oder Verhalten wird dramatisiert.<\/li>\n<li><i><a title=\"Entwertung (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Entwertung_(Psychologie)\">Entwertung<\/a>\/<a title=\"Idealisierung (Psychologie)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Idealisierung_(Psychologie)\">Idealisierung<\/a><\/i>: Objekte werden unbewusst entwertet oder \u00fcberh\u00f6ht.<\/li>\n<li><i><a title=\"Affektisolierung\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Affektisolierung\">Affektisolierung<\/a><\/i>: Fehlen oder D\u00e4mpfung eines normalerweise spontan auftretenden Gef\u00fchls in einer bestimmten Situation. Der Nachweis eines isolierten Affektes dient therapeutisch auch der Bewusstmachung und rationalen Betrachtung bestimmter gef\u00fchlsintensiver Reaktionen.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i>Aggressive Abwehrmechanismen<\/i>\n<ul>\n<li><i><a class=\"mw-redirect\" title=\"Autoaggression\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Autoaggression\">Autoaggression<\/a><\/i>: Aggressive Impulse werden gegen die eigene Person gerichtet und treffen so nicht die Person, der sie urspr\u00fcnglich galten, um die Beziehung zu dieser Person nicht zu gef\u00e4hrden. Das interpersonelle Feld wird so von St\u00f6rungen freigehalten, ein interpersoneller Konflikt wird zulasten eines intrapsychischen Konflikts vermieden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i>Isolierung<\/i>: Ein unerf\u00fcllbarer Wunsch wird dadurch bew\u00e4ltigt, dass er in entstellter Form befriedigt wird, wobei er als fremd, nicht der eigenen Person zugeh\u00f6rig, erlebt wird. Isolierung tritt h\u00e4ufig bei Zwangsneurosen auf, wo zum Beispiel die Zwangsvorstellung, andere Leute k\u00f6nnten auf der Stra\u00dfe tot umfallen, an die Stelle eines vom Ich nicht annehmbaren Todeswunsches gegen den Vater tritt.\n<ul>\n<li><i>Gef\u00fchlsblockaden als Reaktion auf Gefahr<\/i>: Unter dem Einfluss eines traumatischen Ereignisses, zum Beispiel wenn jemand einen nahen Angeh\u00f6rigen verliert, kann es zu einer Blockierung aller Affekte und Stimmungen kommen, also zu einer Extremform der Isolierung vom Affekt.<sup id=\"cite_ref-4\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abwehrmechanismus#cite_note-4\">[4]<\/a><\/sup><\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><i>Objektneutralisierung<\/i>: Objekte werden f\u00fcr unwesentlich, unattraktiv und unwichtig gehalten. Damit wird vermieden, dass es im interpersonellen Feld zu intensiven Beziehungen kommt, deren Auswirkungen unangenehm sein k\u00f6nnten (z.\u00a0B. wenn man bedroht w\u00fcrde, verletzt oder gekr\u00e4nkt zu werden).<sup id=\"cite_ref-5\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abwehrmechanismus#cite_note-5\">[5]<\/a><\/sup><\/li>\n<li><i>Selbstneutralisierung<\/i>: In einer gef\u00e4hrlichen Situation hat die Person das Gef\u00fchl, selbst unwichtig zu sein. Wichtig sind nur die zu erreichenden Ziele. Bei Depressiven kann die Selbstneutralisierung vor Selbstvorw\u00fcrfen sch\u00fctzen (wer sich selbst nicht wichtig nimmt, braucht sich keine Vorw\u00fcrfe zu machen).<sup id=\"cite_ref-6\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abwehrmechanismus#cite_note-6\">[6]<\/a><\/sup><\/li>\n<li><i>Derealisation\/Depersonalisation<\/i>: Treten bei Gefahr auf und haben einen Bezug zu den\u00a0<a class=\"new\" title=\"Fr\u00fchst\u00f6rung (Seite nicht vorhanden)\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/w\/index.php?title=Fr%C3%BChst%C3%B6rung&amp;action=edit&amp;redlink=1\">Fr\u00fchst\u00f6rungen<\/a>.<sup id=\"cite_ref-7\" class=\"reference\"><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Abwehrmechanismus#cite_note-7\">[7]<\/a><\/sup>\n<ul>\n<li><i><a title=\"Depersonalisation\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Depersonalisation\">Depersonalisation<\/a><\/i>: Es kommt zur Ver\u00e4nderung der K\u00f6rperwahrnehmung (z.\u00a0B. Teile des K\u00f6rpers werden in der Gr\u00f6\u00dfe oder, wie bei Magers\u00fcchtigen, die gesamten K\u00f6rperma\u00dfe werden ver\u00e4ndert wahrgenommen). Dies hat oft das Ziel, ein Umsetzen von (i.\u00a0d.\u00a0R. aggressiven) Impulsen in\u00a0<a title=\"Motorik\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Motorik\">motorisches<\/a>\u00a0Handeln zu erschweren.<\/li>\n<li><i><a title=\"Derealisation\" href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Derealisation\">Derealisation<\/a><\/i>: Umwelt wird ver\u00e4ndert erlebt. Die Art, wie sich die Umwelt ver\u00e4ndert, kann Symbolgehalt haben. Manchmal wird die Umwelt als bedrohlich erlebt, wobei aggressive Impulse in die Umgebung projiziert werden.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wer gut verdr\u00e4ngt, glaubt sich zu bewegen. (Stefan Sch\u00fctz\u00a0(*1964), deutscher Notat-Verfasser) Abwehrmechanismen Selbstschutz oder Abwehr sind meist unbewu\u00dfte psychische\u00a0Vorg\u00e4nge, die dazu dienen, innerseelische oder zwischen-menschliche\u00a0Konflikte\u00a0auf eine solche Art und Weise zu regulieren, die der seelischen Verfassung Entlastung verschafft. Welche Abwehrmechanismen bei einem Menschen vorherrschen, h\u00e4ngt vom Reifegrad der\u00a0Pers\u00f6nlichkeit\u00a0ab. 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