Regional-Geld

Regionalgeld“Haste mal ’nen Chiemgauer?“

In einigen Teilen Deutschlands, Österreichs, der Schweiz, Luxemburgs und anderswo kann man mit Regional-Geld bezahlen.

Eine Regionalwährung (auch Regionalgeld) ist eine lokale Komplementärwährung, die innerhalb des regionalen Währungsgebiets als Zahlungs-, Investitions- und Schenkungsmittel zwischen Verbrauchern, Anbietern und Vereinen verwendet wird.

Regionalgeld bringt u.a. folgende Vorteile:

  • Stärkung der regionalen Vernetzung und eines direkteren Kontaktes zwischen Herstellern und Endverkäufern
  • Ein geringeres Transportaufkommen, das die Umwelt entlastet und das Verkehrsaufkommen reduziert.
  • Eine bessere Transparenz und Kontrolle der Produktionsbedingungen in Bezug auf Umweltverträglichkeit und soziale Standards.
  • Erhalt und Förderung regionaltypischer Besonderheiten vor allem bei Lebensmitteln und im Handwerk.
  • Rücksichtnahme auf die besonderen regionalen und lokalen Bedürfnisse.
  • Eine Verbesserung der Zahlungsmoral zwischen den Teilnehmern, da sich durch das Zurückhalten des Regiogeldes keine Vorteile ergeben.
  • Stärkung der individuellen Verantwortung für soziale und regionale Strukturen
  • Erhöhte regionale Wertschöpfung durch das Generieren von regionalen Kreisläufen
  • Erhöhung des Auslastungsgrades der Region, verbesserte Nutzung von Fähigkeiten und Talenten in der Region
  • Bewusstseinsbildung für die Wirtschaftsstruktur des eigenen Umfeldes und für regionale Kreisläufe
  • Stärkung der Identifikation mit der Region
  • Bildung regionaler Netzwerke und sozialen Kapitals
  • Förderung gemeinwohlorientierter und gemeinnütziger Projekte und kreativer Umgang mit Schenken und Stiften
  • Positives Umfeld für die Entwicklung von Innovationen
  • Erhöhte Mündigkeit im Umgang mit Geld und bei der Gestaltung des Geldwesens

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Regiogeld

Hier eine unvollständige Liste der Regionalgelder (Regiogeld) bzw  der Regiogeld-Initiativen (Stand:  2012)

Überregional

Regiogeld e. V. mit derzeit 67 startenden bzw. bestehenden Initiativen (Stand Mai 2010)
Minuto Gutscheine selbstgeschöpfte Papierwährung
Community Exchange System Software mit Angebots-, Nachfrage- und Abrechnungsmodul für virtuelle regionale Währungen

Deutschland

Bestehende Initiativen mit Umlaufsicherung
Ampertaler in Dachau und Umgebung (Bayern) (analog dem Chiemgauer).
Augusta in Göttingen (Niedersachsen). Umlaufsicherung von etwa 8 %/Jahr. Wertmarke wird in regelmäßigen Abständen aufgeklebt.
Bergtaler. Umlaufsicherung von etwa 12 %/Jahr. Wertmarke wird monatlich aufgeklebt. Es gibt beim Erwerb einen Bonus von 3 %, um Kunden zum Mitmachen zu bewegen.
Berliner Regional wurde vom Verein BERLINER Regional ab Februar 2005 für Berlin herausgegeben und mit einem Wert von 1:1 gegen Euro getauscht. Für den Rücktausch in Euro war eine Gebühr von 5 % zu entrichten, davon kamen 3 % regionalen, gemeinnützigen Projekten zugute und 2 % dienten der Kostendeckung des herausgebenden Vereins. Berliner Regional waren bei Erstausgabe 6 Monate gültig. Nach Ablauf der Gültigkeit konnten die Gutscheine in neue umgetauscht werden, wofür eine Gebühr von 2 % des Nennwerts erhoben wurde. Ab dem vierten Monat nach Ablauf erhöhten sich die Um- und die Rücktauschgebühr um 1 % pro angefangenem Monat. Im März 2007 wurden die im Umlauf befindlichen 11.000 Berliner Regional von 189 Betrieben und privaten Teilnehmern akzeptiert. Im April 2009 wurde bekannt, dass das Projekt nicht fortgesetzt wird.
Bethel-Euro Warengutscheine der v. Bodelschwinghschen Anstalten Bethel in Bielefeld. Beschränkt auf Mitarbeiter und Bewohner der Anstalten. Mit Ausgabebonus von 5 % für die Benutzer.
Bürgerblüte in Kassel

Carlo (regio) in Karlsruhe (Baden-Württemberg). Umlaufsicherung wie Chiemgauer. Start Januar 2005.

Chiemgauer Umlaufsicherung 8 % / Jahr
Chiemgauer in der Region Chiemgau (Bayern) in den Landkreisen Rosenheim und Traunstein mit ca. 500.000 Einwohnern. Mit einer Umlaufmenge von über 550.000 CH (Chiemgauer) im Jahresmittel die größte Regionalwährung in Deutschland. Kombiniertes Gutscheinsystem mit bargeldloser Zahlkarte und Kontensystem. Umlaufsicherung 8 %/Jahr. Elektronischer Chiemgauer: 30 Tage keine Abwertung. Danach tägliche Abwertung (0,022 % pro Tag). Rücktausch Chiemgauer in Euro minus 5 % + USt = Regionalbeitrag. Davon gehen 3 Prozentpunkte an gemeinnützige Projekte und Vereine, 2 Prozentpunkte dienen der Kostendeckung des Systems. Der Chiemgauer wurde 2002 vom Waldorfschullehrer Christian Gelleri als Projekt mit sechs Schülern gestartet. Aufgrund der Größe wurde 2007 eine Betriebsgesellschaft in Form einer Genossenschaft gegründet. Es kann an etwa 600 Akzeptanzstellen mit Chiemgauer bezahlt werden. Jahresumsatz der Unternehmen 2011 ca. 6,2 Millionen EUR, 2010 ca. 5,0 Millionen EUR, 2009 ca. 4,0 Millionen EUR.
Coinstatt im Ruhrgebiet (NRW). Umlaufsicherung 10 % pro Jahr (monatliche Abbuchung vom Online-Konto). Die Währung ist leistungsgedeckt und funktioniert ähnlich wie das WIR-System. Coins werden zu einem gewissen Prozentsatz neben dem Euro akzeptiert. Onlinekonten für alle Mitglieder, Zahlungen per Überweisung oder Coinscheck. Start im Februar 2007.
Donautaler in Riedlingen, Baden-Württemberg. Umlaufsicherung 2 % pro Halbjahr, Start 23. Juli 2010.
Donauwörther 10er in Donauwörth
DreyEcker in Schopfheim, Baden-Württemberg. Befindet sich im Aufbau. Umlaufsicherung 8 %, 2 % pro Quartal an gemeinnützige Vereine und Organisationen.
Engelgeld in Wittenberg
Elbtaler in der Dresdner Region
Hallertauer im Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm (Bayern). Umlaufsicherung von etwa 8 %/Jahr. Pro Quartal muss eine Gebührenmarke von 2 Prozent des Nennwerts aufgeklebt werden. Start November 2004.
Hellwegtaler im Kreis Soest
Freitaler in Freiburg im Breisgau
Havelblüte in Potsdam und Brandenburg. Umlaufsicherung 2 % in Marken pro Quartal, leistungsgedeckt, Start 24. Juni 2006.
Justus (regio), Gießen, Start März 2004.

Kannwas Umlaufsicherung 5 % / Jahr
Kannwas in Schleswig-Holstein. Umlaufsicherung von 5 %/Jahr (Ablaufgeld). 3 % pro Jahr an gemeinnützige Vereine und Organisationen. Start Januar 2004
Landmark des Wirtschaftsringes Reinstädter Landmarkt (Südost-Thüringen), u.a. für Jena, Kahla, Saalfeld, Rudolstadt
Lausitzer im Süden Brandenburgs und Osten des Freistaates Sachsen. Start am 10. September 2011.
Lechtaler in Augsburg und Umgebung
Lindentaler in der Region Leipzig/Halle. Jedes Mitglied erhält 50 LT Begrüßungsgeld sowie monatlich ein Bedingungsloses Grundeinkommen in Höhe von 50 LT, womit jede im Lindentaler-Kreislauf angebotene Ware oder Dienstleistung erworben werden kann. Umlaufsicherung 5 % pro Monat, Anteil der Unternehmen ca. 10 %, Zahlungen per Überweisung.
Markgräfler (regio), Heitersheim. Start Sommer 2004
Oberländer (regio) im Landkreis Wolfratshausen-Bad Tölz. Verbund mit dem Regio Ostallgäu und dem Regio in München. Start Januar 2005.
Ostallgäu. Start am 8. März 2007, nach dem Vorbild des Chiemgauer, im Verband mit dem Oberland-Regio und dem Regio in München.
Pälzer in der Pfalz[28] (2011 wegen geringer Nutzung eingestellt)
Pauer in Aachen und Umgebung, einige Akzeptanzstellen sogar im niederländischen und belgischen Grenzgebiet, Start 25. April 2010
Realo als Online-Tauschwährung auf dem Marktplatz der regionalen Wirtschaftsgemeinschaften München, Schlehdorf und Allgäu
Sterntaler (regio) im Landkreis Berchtesgadener Land (Ainring), Umlaufsicherung von 8 %/Jahr mit Quartals-Gebührenmarke von 2 % des Nennwerts. 200 teilnehmende Unternehmen mit einem Jahresumsatz von ca. 0,7 Mio EUR 2006. Seit 1. Januar 2008 enge Vernetzung mit dem Chiemgauer mit vollständiger Kompatibilität
UrstromTaler in Sachsen-Anhalt (Güsen). Umlaufsicherung bei Gutscheinen 5 % im Jahr (Ablaufgeld). Konten 1,2 % (monatlich 0,1 %)
Roland in Bremen und dem Landkreis Osterholz sowie Umgebung. Gestartet als erstes modernes Regionalgeld Ende 2001 mit einem 5-Roland-Schein, Umlaufsicherung 12 %/Jahr. Es werden auch Kleinkredite für zur Förderung des regionalen biologischen Anbaus vergeben. Seit 2010 gibt es nur noch eine elektronische Variante des Rolands mit Schecksystem und umfangreicher zentraler Kontoführung.
Der Regio in München. Seit 15. Januar 2007, im Verbund mit dem Regio Ostallgäu und dem Oberland-Regio, ohne Clearingstelle
Rössle Regional. Seit 2. Dezember 2006 in Stuttgart.
Stader Regiogeld. Seit 1. Juli 2007, Regiogeld in Verbindung mit Kundenkarten und Gutschein in Stade, Wöhlke EDV-Beratung GmbH.
Weyhe-Stuhr-Syker Regiogeld. Seit 2003, Regiogeld in Verbindung mit Kundenkarten und Gutschein in Weyhe, Stuhr und Syke.
ZELLER ist die regionale Währung von Zell (Mosel), die erstmals 2005 genutzt wurde.
ZschopauTaler (ZPT). Seit 17. August 2007, Regiogeld in der Region Mittweida/Frankenberg/Waldheim/Hainichen/Flöha/Augustusburg in Sachsen. Quartalsgeld mit 8 % Umlaufsicherung/Jahr.
Weitere existierende Beispiele für freigeldähnliche Komplementärwährungen:
Rheingold in Düsseldorf
Remstaler im Remstal bei Stuttgart
Filstaler in Eislingen bei Stuttgart
Talente (nach dem antiken Talent) im Westerwald (Rheinland-Pfalz)
Heimbach-Weiser in Heimbach-Weis (Rheinland-Pfalz). Zum Start 1. Mai 2009
Erzregio Gutscheine im Erzgebirge und im Raum Chemnitz. Leistungsgedeckte Gutscheine mit freiem Wechselkurs zum Euro, vorwiegend für Unternehmen (Produzenten und Dienstleister).
Viertel-Dollar, ein bargeldloses Zahlungssystem in Dresden-Neustadt. Bei jeder Transaktion gehen 1,5 % an soziale und kreative Projekte im Stadtteil. Start: 23. November 2011
beta, die Währung der betaB.A.N.K. in Leipzig

Österreich

Waldviertler Regional. Umlaufsicherung von etwa acht Prozent pro Jahr. Alle drei Monate muss eine Gebührenmarke von zwei Prozent des Nennwerts aufgeklebt werden. Tobin-Steuer – 5 %.
Gösingtaler. Regionalwährung der Romantikrepublik Gösing. Wird in Gösing, eines Ortes der Gemeinde Puchenstuben und verschiedenen Partnerbetrieben der Region eingelöst. Ein Gösingtaler entspricht wertmäßig einem Euro.
Tiroler Stunde. Regionalwährung für Tirol. Maßeinheit ist eine (Arbeits-)Stunde, zur ersten Orientierung bewertet mit 20 Euro.
Styrrion. Regionalwährung für die steirische Bucht. Ein Styrrion entspricht wertmäßig einem Euro. Gültig je mindestens ein Jahr nach der Ausgabe. Erhältlich in der Stückelung 1,2,5,10,20,30. Schülerunternehmen der freien Waldorfschule Graz.
„Erzi“, „Zeller“, „Einkaufsgold“, „Ausseer Taler“, „Judenburger Gulden“, „Sass-Taler“ sind weitere lokale Zahlungssysteme in der Steiermark.
Blaufrank (ungarisch Kékfrank). Grenzüberschreitende Regionalwährung zwischen Burgenland und Westungarn.1 Blaufrank = 1 Forint

Schweiz

WIR, seit 1934, nach 1948 ohne Umlaufsicherung, weltgrößter Tauschring, heute WIR-Bank
Talent,ein Buchgeld-Verrechnungsprojekt mit Umlaufsicherung
Minuto, selbst geschöpftes, dezentrales Zahlungsmittel für alle Regionen der Welt

Luxemburg

Beki, seit 2013 im Kanton Redange

Griechenland

Kaereti auf Kreta

Italien

EcoRoma
Credito in der Föderation Damanhur
SCEC, in verschiedenen Städten Italiens

Ungarn

Blaufrank (ungar. Kékfrank). Grenzüberschreitende Regionalwährung zwischen Burgenland und Westungarn. 1 Blaufrank = 1 Forint

Brasilien

In Brasilien gibt es mehrere Regiogeldprojekte. Der Palmas ist eine Währung einer von dem Gemeindepfarrer Joaqin de Melo gegründeten Bank in einem Ghetto am Rand der Großstadt Fortaleza.
Das Geld wird in Form von zinsfreien Mikrokrediten ausgegeben. Unterstützt wird das Projekt durch das Nationale Sekretariat für Solidarische Ökonomie im brasilianischen Arbeitsministerium, insbesondere durch deren Leiter Paul Singer. Das Ministerium gibt zum Teil Garantien für diese Währungen ab. Sie können daher mit einem Abschlag in die Landeswährung Real umgetauscht werden.

USA

Disney Dollar

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_Regionalgelder

Regional-Währung „Beki“ erfolgreich

Stern.de berichtet am 30.07.2013:

Der „BEKI“ ist die erste Regionalwährung in Luxemburg und immer beliebter. Sie wurde zu Beginn des Jahres 2013 eingeführt. Seit dem akzeptieren bis heute 54 Geschäfte in der west-luxemburgischen Kanton Redingen den „Beki“ als Zahlungsmittel. Der BEKI funktioniert in einem geschlossenen Kreislauf, der in Vereinsform organisierten ist, ähnlich einem ein Gutscheinsystem. Ein Beki entspricht dem Wert eines Euro. Heute sind etwa 71.000 Beki im Umlauf. Die Zahl der Vereinsmitglieder, die mit „Beki“ bezahlen, liegt heute über 350.
„Wir sind nicht gegen den Euro und gegen Europa, aber wir wollen etwas Zweites dazu schaffen“, sagt Max Hilbert.
Das Ziel diese Regionalwährung bestehe darin, über dieses Zahlungsmittel stärker in der Region zusammenzuarbeiten und anzuregen, erfolgreicher für den Regionalmarkt etwa herzustellen oder zu leisten.
Für die Gemeinde Beckerich ist der BEKI ein weiterer erfolgreicher Schritt auf dem Weg zu einer größtmöglichen Selbständigkeit. Bürgermeister Camille Gira: „Wir wollen das Recht haben, unsere Entwicklung selbst zu gestalten.“

In Luxemburg erste Regionalwährung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Immer mehr verbreiten sich Regionalwährungen als Alternative zur staatlichen Währung (z.Z. Euro). Weltweit sind  es zirka 4 500 Modelle,  europaweit etwa 400.  Auch in Luxemburg etabliert sich ab 2.1.2013 die erste Regionalwährung – der Beki –  im Kanton Redingen.

Regio-Gelder, wie etwa der Sterntaler oder der Beki, sind weder eine Spielerei noch ein Selbstzweck. Sie werden eingebettet in ein Gesamtkonzept, eine ganzheitliche Alternative zum allgemeinen Wirtschaftsmodell der Größe und des permanenten Wachstums. Sie sollen ein Wirtschaften

  • der Nähe,
  • der Solidarität und
  • der Wertschätzung schaffen,

bei der eine Hand die andere wäscht.

Zweck der Vereinigung „De Kär“ ist es, diese regionale Komplementärwährung herauszugeben, zu verwalten und zu fördern.
Es sollen damit zugleich der soziale Zusammenhalt und die ökologische Nachhaltigkeit die regionale Wirtschaft gefördert werden.
Sowohl Privatpersonen als auch Vereine, Betriebe oder Gemeinden können dieser Vereinigung beitreten.
Ein Beki wird einem Euro entsprechen. Bei der Rückwandlung des Beki in Euro sollen Kosten anfallen:
Fünf Prozent werden dann abgezogen, zwei Prozent gehen an die Vereinigung „De Kär“.
Drei Prozent gehen an andere Gesellschaften ohne Gewinnzweck. So soll der Beki möglichst lang im Umlauf bleiben.
Auch der Beki ist als Regionalwährung nicht ein Gegenentwurf zum Euro, es gibt damit keine Entweder-Oder-Situation, sondern eine Komplementärwährung.
Er funktioniert auf privatrechtlicher Basis, nach den Regeln des Vertragsrechts. Die Euro-Noten und Münzen bleiben das einzige staatliche Zahlungsmittel.

“De Kär” Association sans but lucratif.
103, Huewelerstrooss
L-8521 Beckerich
Tel: (+352) 236221847
Mob: (+352) 691888295
info@beki.lu
info@regiogeld.lu

weitere Informationen:
http://www.beki.lu
http://www.beki.lu/files/wort-10.8.2012.pdf
http://www.beki.lu/files/wort_24_07_2012.pdf
http://www.etika.lu/spip.php?article752
http://www.tageblatt.lu/nachrichten/luxemburg/story/-Eine-eigene-Waehrung-fuer-Beckerich–26151266

Regionalwährung Waldviertler

Im Österreichischen Waldviertel wird neues (Regional-)Geld gedruckt und genutzt.

Eine neue Denkweise ist dabei:

  • „Wer das Vertrauen hat, dass „sein Geld“ wieder zu ihm zurückkommt, kann sich leisten eine lokale Leistung teurer zu kaufen und braucht nicht nach Billigprodukten zu greifen …“
  • Kooperation statt Konkurrenz 
  • Entkoppelung von den Globalisierungstendenzen 

http://www.waldviertler-regional.at/

Prof. Dr. Andreas Novy – Die Regionalwährung Waldviertler

Was meint eigentlich die Deutsche Bank zur Regionalwährung?

Regional-Geld

Doktorarbeit über das „bessere“ Geld

Dr. Christian Thiel verfasste 2011 seine Dissertation am Institut für Soziologie an der Universität München, die nun in Buchform der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Thiel befasst sich mit den seit einigen Jahren deutschlandweit entstandenen Regionalwährungen. „Diese, nur regional gültigen, privaten Gelder sollen bei den Menschen ein besseres – moralisches, soziales oder ökologisches – Verhalten bewirken. Dahinter steckt eine aktive soziale Bewegung, die mit ihrem praktischen Gegenkonzept das globalisierte Wirtschafts- und Finanzsystem reformieren will. Die historische und ethnographische Analyse offenbart die hier zugrunde liegenden verschiedenen Geldkonzepte, die seit Anfang des 20. Jahrhunderts von diversen geldreformerischen Bewegungen als Lösung für krisenhafte Modernisierungserscheinungen propagiert werden. Weiterhin wird in einer qualitativen Fallstudie bei einem dieser privaten Geldexperimente untersucht, wie dieses andere Geld im Alltag eingesetzt wird und welche individuellen und sozialen Auswirkungen es tatsächlich hat“, schildert der Autor seine Arbeit.
Buchtipp: Das ‚bessere’ Geld. Eine ethnographische Studie über Regionalwährungen. Erschienen in Wiesbaden im VS Verlag,
ISBN: 978-3-531-18333-6 – weitere
Info: http://www.vs-verlag.de/Buch/978-3-531-18333-6/Das-‚bessere’-Geld.html