Was man nicht für Geld kaufen kann …

„Lebensfreude ist die eine Sache, die Geld nicht kaufen kann.“

(The Beatles)

( Fun is the one thing that money can’t buy)

Was man für Geld nicht kaufen kann: Die moralischen Grenzen des Marktes

Autor: Michael J. Sandel 

  • Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
  • Verlag: Ullstein Hardcover (9. November 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3550080263

Kurzbeschreibung:

Die Regeln des Marktes haben fast alle Lebensbereiche infiltriert, auch jene, die eigentlich jenseits von Konsum und Mehrwert liegen sollten: Medizin, Erziehung, Politik, Recht und Gesetz, Kunst, Sport, sogar Familie und Partnerschaft. Ohne es zu merken, haben wir uns von einer Marktwirtschaft in eine Marktgesellschaft gewandelt. Ist da nicht etwas grundlegend schief gelaufen? Mit Verve und anhand prägnanter Beispiele wirft Michael Sandel eine der wichtigsten ethischen Fragen unserer Zeit auf:

  • Wie können wir den Markt daran hindern, Felder zu beherrschen, in denen er nichts zu suchen hat?
  • Wo liegen seine moralischen Grenzen?
  • Und wie können wir zivilisatorische Errungenschaften bewahren, für die sich der Markt nicht interessiert und die man für kein Geld der Welt kaufen kann?

Steinreich

Edel sei der Mensch, steinreich und gut.

Deutsches Sprichwort

Nicht auf die Größe des Vermögens,
sondern auf die des Geistes kommt es an.
(Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr – 65 n. Chr.), römischer Politiker, Rhetor, Philosoph und Schriftsteller)

Der Edle benutzt seinen Reichtum, um sein Leben reicher zu gestalten.
Der Niedrigdenkende benützt sein Leben, um zu Reichtum zu gelangen.
Konfuzius (551 – 479 v. Chr.) 

Die Befriedigung, die aus Wohlstand erwächst,
ist nicht im bloßen Besitzen oder in verschwenderischen Ausgaben zu suchen,
sondern in seiner weisen Anwendung.
Miguel de Cervantes-Saavedra (1547 – 1616),
spanischer Schriftsteller und Staatsdiener, zeitweilig algerischer Sklave

Ein reicher Mensch ist einer, der weiß, daß er genug hat.
Laotse (6. oder 4. – 3. Jh. v. Chr.)

 

Italian Charms Modul Chinesisches Glückszeichen Reichtum

Chinesisches Glückszeichen Reichtum

Dieses Zeichen sorgt für materiellen sowie immateriellen Reichtum;

für das Bewusstsein der Fülle und die Fähigkeit,

stehts mindestens genauso viel hereinfließen zu lassen wie hinausfließt,

gleich, wie großzügig man sich zeigt.

 

Weltmacht Goldman Sachs

Die Goldman Sachs Group, Inc. ist ein weltweit tätiges Investmentbanking- und Wertpapierhandelsunternehmen mit Sitz in New York City.

Goldman Sachs ist hauptsächlich als Finanzdienstleister für Großunternehmen und institutionelle Investoren tätig.

(Wikipedia)

Wahrheiten werden heute vorzüglich in Krimis oder mit Humor dargestellt und verbreitet.

Frank-Markus Barwasser (alias Erwin Pelzig) erklärte schon 2012 in der ZDF-Sendung „Neues aus der Anstalt“ sehr anschaulich die engsten Verflechtungen zwischen Goldman Sachs und den Regierenden dieser Welt.

Reiche Schönheit

Die Reichen kaufen Schmuck, Uhren, Kunst, Wein, gute Kleidung …

In der High Society sind edle und exklusive Mode von etablierten Marken gefragt:

  • Louis Vuitton
  • Burberry
  • Chanel
  • Dior
  • Valentino
  • Bvlgari
  • Armani
  • Moschino
  • Versace

Auch junge Trendlabels sind „in“

  • CC Skye
  • Ed Hardy

Für Mode:

  • Alexander McQueen,
  • Escada,
  • Salvatore Ferragamo,
  • Ralph Lauren,
  • Bottega Veneta,
  • Jovovich-Hawk (trendy),
  • Dsquared2,
  • Hermes.

Bei Autos:

  • Bentley,
  • Maybach,
  • Bugatti,
  • Jaguar,
  • Maserati,
  • Rolls-Royce,
  • Ferrari,
  • Aston Martin,
  • Lamborghini,
  • Porsche.

Bei Möbeln und Interior:

  • Bottega Veneta,
  • Versace,
  • Armani/Roca,
  • Missoni,
  • Valentino,
  • Issey Miyake.

 

Aus, der (amerikanische) Traum!

Der verbreitete amerikanische Traum besteht darin,

  • dass jeder Mensch – egal aus welcher sozialen Schicht und Region er kommt und wer er ist – es schaffen könne, erfolgreich zu werden und aus einem Tellerwäscher ein Millionär werden könne.
  • daß derjenige, der nur hart genug arbeitet, es auch ohne jede (staatliche) Hilfe zum Wohlstand bringen könne

Dieser Mythos wird immer wieder gepflegt und er hält die USA-Gesellschaft zusammen, er macht die USA für Einwanderer attraktiv.

In Wahrheit ist der „Amerikanische Traum“ nur ein Traum!
Für die allermeisten war dies immer eine Illusion bzw. eine Verblendung.
Die Schuld wurde immer denjenigen Menschen selbst gegeben, die dies es aus eigener Kraft nicht schaffen konnten.

Armut ist das Schicksal vieler Menschen in den USA!
Das fanden jetzt Wirtschaftler der Harvard-Universität heraus.
Sie fanden auch große soziale und regionale Unterschiede.

Sehr selten kommt ein Aufstieg von ganz unten nach ganz oben vor:
„Wo man in der Einkommensverteilung beginnt, das bestimmt wesentlich, wo man in ihr endet.“
Armut und Reichtum werden gewissermaßen vererbt. D.h. Der Millionär bleibt Millionär und der Tellerwäscher bleibt Tellerwäscher.

Die Chancen für einen Aufstieg haben sich kaum verändert.
Eine aktuelle Studie von Harvard-Ökonomen ermittelte, dass Kinder, die heute in den USA aufwachsen, zumindest dieselben Aufstiegschancen wie die Kinder vor 50 Jahren haben. Sozialprogramme und weitere Veränderungen haben dies offenbar nicht beeinflusst oder sich gegenseitig ausgehebelt.

Die Kluft zwischen den unteren und oberen Einkommensschichten hat sich vertieft.
Die enormen Gewinne an Wohlstand betreffen nur wenige an der Spitze (das reichste 1 Prozent).
Die reichste Schicht ist in den USA nicht verbunden mit Mobilität.

Wer aus dem unteren Fünftel der Einkommensklassen kommt, wird also in aller Regel dort bleiben.
Kaum ein Tellerwäscher wird zum Millionär oder gar Milliardär.
Die Wissenschaftler ermittelten, daß die USA kein „Land der Chancen“ seien.

Die Aufstiegschancen sind regional höchst unterschiedlich.
Die Aufstiegsmobilität ist im Südosten der USA am geringsten und in den Great Plains am höchsten, relativ hoch ist sie auch an der Westküste und im Nordosten.

Die Wissenschaftler fanden folgende mögliche Gründen für die regional unterschiedliche soziele Mobilität heraus.
1) Dort, wo es einen hohen Anteil von Afroamerikanern gibt, ist die Mobilität von Afroamerikanern und von Weißen nach oben geringer ist.
2) Dort, wo die Trennung der Armen von der Mittelklasse am stärksten ist, sind die Menschen mit geringem Einkommen stärker isoliert, die Aufwärtsmobilität ist am geringsten.
3) Gebiete, in denen die Pendelentfernungen zur Arbeit kürzer sind, weisen eine deutlich höhere Mobilität nach oben auf. So sind geringes Einkommen und lange Pendelzeiten, d.h. wenig Arbeit in der Nähe, mit geringerer Mobilität verbunden.
4) Höhere Steuerausgaben zur Unterstützung der Ärmeren und bessere Schulen führen zu besseren Aufstiegschancen.
5) Familienstrukturen: Gebiete, in denen viele Alleinerziehende und Geschiedene leben, weisen eine geringere Aufstiegsmobilität auf.
6) Es besteht eine Beziehung zum „sozialen Kapital“ eines Gebiets (Kriminalität, politische Partizipation, Wahlbeteiligung, Religion).
7) Armut wird großenteils „vererbt“. Pech hat, wer an Orten aufwächst, in denen die soziale Mobilität von unten nach oben gering ist.

Bekannte politische Maßnahmen zur Verbesserung der Chancengleichheit wie die Durchlässigkeit durch Stadtplanung, Ausbildungsprogramme und Förderung sowie durch eine andere Steuerpolitik. sind allerdings zunehmend nicht unerwünscht – nicht nur in den USA.

Ende – USA

50 Fakten zum Untergang Amerikas

2010 hat die US-Regierung fast so viele Schulden aufgenommen wie der Rest der Welt zusammen.

Washingtons Anteil liegt bei 45 Prozent, der deutsche bei fünf Prozent.

(Quelle: International Monetary Fund).
Das reichste Prozent der US-Bürger verfügt heute über ein größeres Nettovermögen als die untersten 90% zusammengenommen.

Laut dem Magazin Forbes haben die 400 reichsten Amerikaner mehr Vermögen als die ärmsten 150 Millionen Amerikaner zusammengenommen.

Als Barack Obama erstmals ins Weiße Haus einzog, waren rund 32 Millionen US-Bürger auf staatliche Lebensmittelmarken angewiesen.

Heute sind über 47 Millionen Amerikaner auf staatliche Lebensmittelmarken angewiesen.

 

Prof. Wilhelm Hankel ist tot

Prof. Wilhelm Hankel ist kurz nach seinem 85 Geburtstag gestorben.“. Er galt als einer der größten Mahner des Experiments mit dem Euro, eines Vorläufers eines Europa-Bundesstaates, einer massiven Schuldenmaschine.

1929 geboren, leitete er von 1972 bis 1974 die Helaba, war Chefvolkswirt der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Präsident der Hessischen Landesbank (Helaba), Honorarprofessor an der Frankfurter Goethe-Universität, zuletzt Banken-Berater

Eines der letzten Interviews mit ihm: „Der Euro ist wie Dynamit“

  • Er gilt als der Vorreiter der Euro-Sanierer.
  • Er trat für ein friedliches, demokratisches, geeintes Europa ein.
  • Er setzte sich für einen gesunden, gewachsenen, „guten Euro“ ein, den er nicht mit zur Blüte verhelfen konnt.
  • Er formulierte gestochen klar, zerpflückte die Lügen der Euro-Betrüger, dennoch stets mit Witz und Pointe.
  • Er interessierte sich für die Kritik am Finanz- und Geldsystem, für Zinsfreiheit und die Eindämmung der Finanzmafia
  • Er prognostizierte zuletzt: im Norden der Eurozone kommt Inflation, im Süden – Deflation (Arbeitslosigkeit, zerbrechen der politischen Strukturen)!
  • Er setzte sich jedoch leider nicht genug öffentlich dafür ein, vielleicht im Interessenkonflikt als Berater ausländischer Banken.

Henkels letzte Drohung: Wenn Politiker so weitermachen, ist ein Bürgerkrieg nicht ausgeschlossen. Einziger Ausweg: Zurück zu nationalen Währungen, Euro nur noch als Verrechnungseinheit. – Bei Währungsreform droht auf jeden Fall ein Haircut für Sparer, auch bei Wiedereinführung der DM.“

siehe: http://homment.com/Euro-dynamit

Wilhelm Hankel – Was kommt nach dem Euro?

http://youtu.be/k6JH5XoU_Bs